IBA-Forum – Key Visual

Nach einer kurzen Phase der Ungewissheit, einigen schnellen Entscheidungen und der schlussendlichen Zwangs-Digitalisierung vieler Unternehmen haben die meisten Arbeitnehmer die Arbeit im Homeoffice schätzen gelernt und wollen es auch nicht mehr aufgeben. Zeitgleich verändern sich die Anforderungen an die Räumlichkeiten im Büro. Aber New Work, Zusammenarbeit und Mitarbeiterbindung brauchen mehr als nur eine flexible Ortswahl. Deshalb stellen wir von Zeit zu Zeit Experten aus unterschiedlichen Bereichen eine Frage:
Wie geht es jetzt weiter?

Die künftige Rolle des Büros

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Die Trendexpertin und Autorin der New Work Order-Studien Birgit Gebhardt sieht eine besondere Konsequenz der Corona-Zeit darin, dass sich jetzt auch die Beschäftigten fragen, wo sie am effizientesten arbeiten. In ihrem Vortrag anlässlich des ersten hybriden Meetings von Quality Office und dem IBA Forum am 1. Juli 2021 beleuchtet sie, was das für das Büro bedeutet, wofür wir es auch in Zukunft brauchen und was uns dann helfen wird, den Ort zu finden, der jeweils am besten zu unseren Aufgaben und unserer aktuellen Verfassung passt.

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Raumpsychologische Faktoren der Arbeitsplatzgestaltung

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„Eine Anzahl von Schreibtischen macht noch kein gutes Arbeitsumfeld und eine Couch dazugestellt, bringt es auch noch nicht“, macht der Designer, Raumpsychologe und Autor Uwe Linke in seinem Vortrag zum Einsatz psychologischer Erkenntnisse bei der Arbeitsplatzgestaltung deutlich. Er erläutert, warum Abgrenzung auch jenseits der Pandemie ein wichtiger Motivationsfaktor ist und dass Frauen und Männer Nähe unterschiedlich interpretieren. Anhand von Beispielen aus der eigenen Beratungspraxis zeigt Uwe Linke, wann Beschäftigte sich durch selbstgebaute Barrieren schützen und wie oft mit geringem Aufwand für ein besseres Arbeitsklima gesorgt werden kann.

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Hybride Meetings, Desksharing und flexible Bürokonzepte

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Im Gespräch mit dem Cheforganisator der Quality Office-Zertifizierungen Volker Weßels berichten der Einrichtungsspezialist Stefan Kleinhenz und der Technikexperte Maik Gnegel wie sich ihre Beratungstätigkeit durch die schnelle Digitalisierung verändert hat. Sie erklären, warum Räume für hybride Meetings künftig ein Muss sein werden und weshalb dafür nicht nur die passende Technik benötigt wird, sondern auch ein geeigneter Raum mit guter Akustik. Facetracking und in Räumen und Möbeln verbaute Sensoren werden zusätzliche Freiräume schaffen und für mehr Nachhaltigkeit sorgen. Deshalb sind sich die beiden Spezialisten einig: Die großen Veränderungen kommen noch, z. B. in Form neuer Kommunikationsbereiche und Identifikationsflächen.

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360.000.000 qm Büros in Deutschland

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Anhand von 3P, 4I, 5K und 5 Orten beschreibt Bernd Fels, Mitbegründer des Beratungsunternehmens if5 und von spaces4future, die künftige Arbeitswelt. Obwohl die daraus resultierenden Anforderungen oft nicht kompatibel sind, mit den Gegebenheiten in den rund 360.000.000 qm bestehender Bürofläche, sieht Fels wenig Bedarf, Neues zu bauen. Vielmehr gilt es, mit Bestandsbauten kreativ umzugehen und neben Büro und Homeoffice auch Orte in die Planung einzubeziehen. Wie das aussehen könnte und wie davon Unternehmen, Beschäftigte und Kommunen profitieren, erläutert er am Beispiel des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes in Braunschweig.

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Welche Rolle spielt die Raumakustik bei der Büroplanung?

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Der international renommierte Akustikexperte und Gründer des Akustikbüros in Oldenburg Dr. Christian Nocke gibt eine Einführung in das Thema Raumakustik. Mit Blick auf die akustische Planung und Ausstattung von Büros illustriert Dr. Nocke anhand verschiedener Schaubilder und Studienergebnisse die Schallausbreitung im Raum und erläutert wie sich Nachhallzeiten durch Absorptionsflächen effektiv reduzieren lassen. Dabei betont er die Relevanz akustischer Raumplanung insbesondere für Großraumbüros, die im Rahmen des Arbeitsschutzes zu Stressreduktion und einer ergonomischeren Arbeitsplatzgestaltung beitragen kann.

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Wie sieht das Büro 2030 aus?

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Neves Pimenta, Chefredakteurin bei md, und Dr. Stefan Rief, vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), geben interessante Einblicke in das Büro der Zukunft und überlegen, welche Entwicklungen sich auch nach der Pandemie weiter fortsetzen werden. Dr. Rief sieht zukünftig insbesondere Kollaborationsflächen als essentielle Bestandteile im Büro, die ausgestattet mit intelligenten Systemen und Technologien effektiv zu einem angenehmeren Arbeitsalltag beitragen und Prozesse erleichtern werden. Er ist zudem überzeugt, dass das Büro seine Rolle in dieser veränderten Arbeitswelt erst einmal wiederfinden muss und eine entsprechend attraktive Gestaltung der Räumlichkeiten eine der wichtigsten Aufgaben für die Unternehmen sein wird.

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